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Freie Fahrt für E-Fahrzeuge

13 Stadtwerke wollen in OWL Ladesäulen für Autos und Fahrräder aufstellen

Wer mit einem Elektrofahrzeug durch Ostwestfalen-Lippe fahren möchte, soll keine Schwierigkeiten haben, eine Ladestation zu finden. Das ist die Vision von 13 Stadtwerken, die sich zusammengetan haben. Ihr Projekt heißt »E-Motion«, ihr Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz von Ladestationen zu errichten. Das heißt, in jedem der 13 Versorgungsgebiete (Bad Driburg, Bad Salzuflen, Bünde, Bielefeld, Detmold, Gütersloh, Halle, Herford, Lemgo, Steinhagen, Versmold, Vlotho und Werther) soll mindestens eine Ladestation für Elektroautos aufgestellt werden – und zwar die gleiche. »Alle Energieversorger haben sich bei den Ladesäulen auf ein einheitliches System geeinigt. Das wird als solches auch mithilfe eines Schildes erkennbar sein«, teilte Stephanie Baseler, Sprecherin des Unternehmens »moBiel«, das zu den Stadtwerken Bielefeld gehört, gestern auf Anfrage mit. Im Herbst will »E-Motion« Bilanz ziehen, zurzeit werden die Tankmöglichkeiten in den Städten geprüft.
Wie viele Tanksäulen es bereits in dem Gebiet der 13 Versorger gibt, konnte Baseler nicht sagen. »In Bielefeld haben wir zwei Ladestationen in der Nähe des Rathauses und eine auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke. Zwei weitere sind für die Endhaltestelle der Straßenbahn in Sieker in Planung.« Was »E-Motion« kosten soll? Baseler: »Die Stadtwerke haben jeweils ihr eigenes Budget. Die Gesamthöhe der Investition können wir noch nicht benennen.« Weil die Anschaffung der Fahrzeuge noch so teuer sei, könne man sich vorstelln, in Ostwestfalen-Lippe auch Carsharing für Elektroautos anzubieten. »Dazu sind aber noch keine Aktivitäten geplant«, sagte Baseler. Die Vertreter der 13 beteiligten Stadtwerke trafen sich gestern in Detmold, um ein erstes Ergebnis ihrer Zusammenarbeit, von »Emotion «, vorzustellen: den Radwanderführer fürs Elektrofahrrad. Er lädt zu Ausflügen entlang touristischer und gastronomischer Ziele in Ostwestfalen-Lippe ein. Das Besondere: Er listet 80 Orte auf, an denen Radfahrer im wahrsten Sinn ihre Batterien aufladen können, und zwar kostenlos. »80 Partner der Gastronomie und Hotellerie, aber auch Museen und andere Ausflugsziele sind mit Akkuladegeräten von Panasonic ausgerüstet worden«, sagte Baseler. »Dazu gehören beispielsweise das Historische Museum Bielefeld und der Meierhof OIderdissen.« Praktisch: Der Radwanderführer verrät auch, wo man auf den Rundstrecken Elektrofahrräder mieten kann. Informationen zu den Öffnungszeiten helfen bei der Tourenplanung. Der Radwanderführer mit ausgewählten Touren für das Elektrofahrrad ist im »moBiel«-Haus und im Service Center »moBiel« in Bielefeld für 2,50 Euro erhältlich. Er kann aber auch im Internet unter folgender Adresse heruntergeladen werden.

Quelle: Westfalen-Blatt vom 10. Juni 2011